Mikroplastik verseucht die Ozeane weltweit

Plastikmüll am Strand und im Ozean

Die Osterinsel im Südpazifik ist eine der entlegensten Regionen der Erde. Obwohl tausende Kilometer von den Kontinenten entfernt lassen sich dort, wie im gesamten Südpazifik, die Abfälle der menschlichen Zivilisation in Form von Plastik nachweisen. Ein chilenisch-deutsches Forscherteam zeigt in einem Übersichtsartikel, der in der Fachzeitschrift Frontiers in Marine Science publiziert wurde, eindrucksvoll den Umfang der Verschmutzung und den Einfluss auf das marine Ökosystem. „Mikroplastik verseucht die Ozeane weltweit“ weiterlesen

Mikroplastik bedroht Korallenriffe weltweit

Koralle, die mit Mikroplastik (schwarze Partikel) interagiert

Eine aktuelle Studie der Universität Gießen zeigt negative Auswirkungen von Mikroplastikpartikeln auf Korallen. Korallenriffe zählen zu den vielfältigsten Lebensräumen unseres Planeten. Tausende Fischarten nutzen Korallen als Unterschlupf, Nahrungsquelle und Kinderstube. Doch Korallenriffe leiden zunehmend unter den Einflüssen des globalen Wandels. Neben steigenden Temperaturen setzt ihnen auch die zunehmende Verschmutzung mit Plastikmüll zu. Plastikabfälle in Form von Flaschen, Mülltüten und Verpackungen sind heutzutage in fast jedem Riff zu finden. Weniger offensichtlich aber deshalb nicht weniger häufig und potenziell gefährlich ist Mikroplastik – winzige Fragmente aus Plastik, die kleiner als fünf Millimeter sind. Forscherinnen und Forscher der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) untersuchten nun erstmals die Auswirkungen dieser Partikel auf sechs weitverbreitete Korallenarten. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift „Environmental Pollution“. „Mikroplastik bedroht Korallenriffe weltweit“ weiterlesen

Europa fehlen Konzepte für Luftschutzgebiete zum Schutz der Fledermäuse

Fledermäuse in Thailand

Zahlreiche Fledermausarten jagen und ziehen in großer Höhe. Bisher hatten jedoch weder Forscher noch Umweltschützer „auf dem Schirm“, dass der (nach oben) offene Luftraum auch Lebensraum für viele Tierarten ist. In ihrer aktuellen Studie tragen Wissenschaftler um Christian Voigt vom Leibniz-IZW Berlin den Wissensstand über die Gefahren in luftiger Höhe zusammen und zeigen mögliche Schutzmaßnahmen auf. „Europa fehlen Konzepte für Luftschutzgebiete zum Schutz der Fledermäuse“ weiterlesen

Landdegradierung: Verschlechterung der Ökosysteme könnte 700 Millionen Menschen zur Migration zwingen

Landdegradierung führt zu Migration

Die durch menschliche Aktivitäten verursachte Verschlechterung der Ökosysteme, u.a. des Bodens, untergräbt das Wohlergehen von zwei Fünfteln der Menschheit, treibt das Artensterben voran und verstärkt den Klimawandel. Das stellt der Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES zu Landdegradierung und -wiederherstellung fest. Laut der weltweit ersten umfassenden evidenzbasierten Bewertung der Landdegradierung trägt diese auch wesentlich zu unfreiwilliger Migration und verstärkten Konflikten bei. Warum der Bericht auch uns in Deutschland interessieren sollte, erzählt die Mitautorin Prof. Aletta Bonn im NeFo-Interview. „Landdegradierung: Verschlechterung der Ökosysteme könnte 700 Millionen Menschen zur Migration zwingen“ weiterlesen

Mehr als 70% der Königspinguine könnten bis Ende des Jahrhunderts verschwunden sein

Königspinguine

Forscher des französischen Forschungsinstituts CNRS, der Universität Straßburg sowie des Forschungszentrums in Monaco warnen in einer in der Zeitschrift Nature Climate Change veröffentlichte Studie davor, dass 70% der Königspinguine noch vor dem Ende des Jahrhunderts verschwinden könnten. „Mehr als 70% der Königspinguine könnten bis Ende des Jahrhunderts verschwunden sein“ weiterlesen

Die Ostsee als Modellregion für Entwicklungen im Weltozean

Der Ostseeraum als Modellregion

Erwärmung, Versauerung, Überdüngung und der Verlust von Sauerstoff – das sind nur einige Beispiele von gravierenden Veränderungen, die global in den küstennahen Gebieten beobachtet oder für die Zukunft erwartet werden. Diese Prozesse spielen sich auch in der Ostsee ab, und zwar ausgeprägter und schneller als in anderen Meeren. Andererseits bietet sie auch Beispiele, wie negative Trends durch Schutzmaßnahmen gebrochen werden können. In der internationalen Fachzeitschrift Science Advances plädiert eine internationale Gruppe von Forschenden unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel deshalb dafür, die Ostsee als Modellregion für Küstengebiete weltweit zu nutzen. „Die Ostsee als Modellregion für Entwicklungen im Weltozean“ weiterlesen